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Marke sucht Mitarbeiter

Wer heute gute Leute finden will, muss zuerst wie ein attraktiver Arbeitgeber aussehen – nicht erst, wenn die Bewerbung auf dem Tisch liegt.

Stellen Sie sich vor, Sie suchen ein neues Restaurant für den Geburtstag Ihrer Frau. Sie schauen sich Fotos an, lesen Bewertungen, prüfen, ob die Speisekarte zu Ihnen passt – und das, bevor Sie auch nur einen Tisch reserviert haben. Genauso gehen heute gute Fachkräfte vor, wenn sie sich einen Arbeitgeber aussuchen. Sie googeln, sie schauen sich die Website an, sie lesen, wie ein Betrieb über sich selbst spricht. Und sie entscheiden oft, lange bevor die erste Bewerbung geschrieben ist.

Der Bewerbungsprozess beginnt früher, als Sie denken

Viele Betriebe in der Region merken erst, dass etwas nicht stimmt, wenn auf eine Stellenanzeige einfach niemand mehr reagiert. Dabei liegt das Problem selten an der Anzeige selbst, sondern an allem, was davor passiert. Bevor sich jemand bewirbt, hat er oder sie sich längst ein Bild gemacht – über die Website, über Social-Media-Beiträge, über das, was Bekannte erzählen. Ihre Marke arbeitet also längst als stiller Personalvermittler, ob Sie das wollen oder nicht.

Was Bewerberinnen und Bewerber wirklich wollen

Der Ruf, man müsse einfach nur mehr zahlen, hält sich hartnäckig – stimmt aber nur zum Teil. Laut der aktuellen Randstad-Studie zur Arbeitgebermarke nennen 68 Prozent der Arbeitnehmer ein angenehmes Arbeitsklima als wichtigstes Kriterium für den idealen Arbeitgeber, noch vor der Vergütung. Gleichzeitig sind laut aktuellen Erhebungen acht von zehn österreichischen Betrieben inzwischen spürbar vom Fachkräftemangel betroffen. Wer in diesem Umfeld nur über das Gehalt kommuniziert, lässt genau das Argument liegen, das für die meisten Menschen am Ende den Ausschlag gibt.

Eine Stellenanzeige beschreibt einen Job. Eine Marke erklärt, warum es sich lohnt, dorthin zu gehen.

82%
der österreichischen Betriebe spüren den Fachkräftemangel bereits deutlich.
68%
der Arbeitnehmer stellen ein gutes Arbeitsklima über das Gehalt.

Die Karriereseite ist Ihr Schaufenster

Bei Kunden würden Sie nie eine leere Auslage akzeptieren – bei der eigenen Karriereseite tun das viele trotzdem. Ein Foto vom Firmenparkplatz, ein Textbaustein aus dem Vorlagenordner, dazu eine PDF-Liste offener Stellen: Das ist keine Einladung, das ist eine Formalität. Dabei braucht es keine große Kampagne, um das zu ändern. Ein paar echte Bilder vom Team, ein Satz, der erklärt, was den Betrieb ausmacht, und eine klare, freundliche Ansprache reichen oft schon, um aus einer Pflichtseite eine Visitenkarte zu machen.

Geschichten wirken stärker als Versprechen

„Dynamisches Team“, „flache Hierarchien“, „junges, motiviertes Unternehmen“ – diese Sätze stehen mittlerweile auf so vielen Karriereseiten, dass sie kaum noch etwas aussagen. Was hängen bleibt, sind konkrete Bilder: Wie sieht ein normaler Dienstag im Betrieb aus? Wer arbeitet hier schon seit zehn Jahren, und warum? Ein Satz aus echten Mitarbeitergesprächen sagt mehr über die Arbeitsatmosphäre als jede Worthülse – und wirkt vor allem glaubwürdiger, weil er sich nicht wie Werbung liest.

Bei solid4 begleiten wir das häufig gemeinsam mit unseren Kunden: Wir sprechen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, statt nur mit der Geschäftsführung, und übersetzen das, was wir hören, in Bilder, Texte und eine Karriereseite, die tatsächlich zum Unternehmen passt. Bei einem Handwerksbetrieb aus dem Rheintal reichte es zum Beispiel, drei kurze, ehrliche Statements von Lehrlingen und einem langjährigen Mitarbeiter auf die Website zu stellen – kombiniert mit echten Fotos aus der Werkstatt statt gekaufter Symbolbilder. Die Reaktionen aus dem Bewerberkreis wurden spürbar persönlicher, weil sich die Kandidaten schon vor dem ersten Gespräch ein echtes Bild machen konnten.

Was das für Sie bedeutet

Ihre Marke arbeitet bereits als Arbeitgebermarke, ob geplant oder nicht. Die Frage ist nur, ob sie das macht, was Sie wollen. Ein ehrlicher Blick auf die eigene Karriereseite, ein paar echte Bilder und Geschichten statt Floskeln – das kostet keinen großen Kampagnen-Etat, sondern vor allem den Mut, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist.

Sprechen wir darüber, wie Ihre Marke auch für künftige Kolleginnen und Kollegen wirkt.


Quellen: Randstad Employer Brand Research 2026 · StepStone: Fachkräftemangel Österreich – Zahlen, Daten, Fakten

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