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Wenn Figma die Website baut

Von der Fläche zur Website — in einem Zug

Es gibt Momente, in denen ein Werkzeug aufhört, ein Werkzeug zu sein, und zum Prozess wird. Genau das erleben wir gerade bei Figma. Mit Figma Sites (derzeit in der Beta) können Design-Teams ihren Entwurf direkt in eine responsive, lebende Website überführen — inklusive Animationen, Parallax-Effekten und sauberem HTML/CSS-Code. Kein manueller Übersetzungsschritt vom Designer zum Entwickler mehr, kein Verlust auf dem Weg.

Für uns bei solid4.at ist das kein Zufall, den wir beobachten. Es ist eine Verschiebung, die wir aktiv mitgestalten: Weniger Reibung zwischen Konzept und Ergebnis — und mehr Raum für das, was wirklich zählt: gute Entscheidungen.

Figma Dev Mode denkt mit

Parallel zu Figma Sites hat Figma seinen Dev Mode deutlich aufgewertet. Der Modus übersetzt Figma-Layer jetzt direkt in HTML, CSS, Tailwind CSS, SwiftUI, UIKit und Jetpack Compose — mit KI-gestützter Optimierung für Flex und Grid. Was früher Interpretationssache war („Meint der Designer hier wirklich ein flexibles Layout?“), wird jetzt automatisch erkannt und korrekt ausgespielt.

Hinzu kommt ein neues Interaktions-Tool: Man wählt Frames aus, und die KI entscheidet selbst, wie sie verbunden werden sollen — welche Übergänge, welche Zustände, welche Logik. Das klingt nach Automatisierung. Es ist aber in Wirklichkeit Kalibrierung: Das System lernt, wie gute Interaktionen aussehen, und setzt das um, was Designer bereits intuitiv wissen.

In unserem Arbeitsalltag mit Figma und Cursor bedeutet das: Wir können Konzepte früher testen, früher zeigen, früher anpassen. Der Feedback-Kreis wird enger — und das kommt direkt unseren Kunden zugute.

CSS 2026: Der Browser holt auf

Was viele unterschätzen: Während KI-Tools die Schlagzeilen dominieren, macht der Browser still und leise einen enormen Sprung. CSS 2026 bringt Features, die vor zwei Jahren noch JavaScript-Territorium waren: Container Queries, Cascade Layers, erweiterte Color Functions, native View Transitions.

Was das in der Praxis bedeutet: Design Tokens als CSS Custom Properties sind heute Standard. Themes und Varianten werden über Cascade Layers und Selektoren gesteuert — ohne Build-Tool, ohne JavaScript-Framework-Overhead. Webseiten, die wir heute bauen, sind dadurch leichter, schneller und wartbarer als je zuvor.

Das ist besonders relevant für KMUs im DACH-Raum: Wer eine schlanke, performante Website braucht, profitiert von dieser Entwicklung direkt — auch ohne ein großes Entwicklungsteam dahinter. Wir nutzen diese Möglichkeiten aktiv, wenn wir WordPress- oder Shopify-Projekte umsetzen.

KI schreibt den Code — aber wer schreibt die Regeln?

68 Prozent der Entwicklerinnen und Entwickler weltweit nutzen KI zur Code-Generierung — das ist kein Trend mehr, das ist Gegenwart. Werkzeuge wie Google Stitch oder die Figma KI-Features können aus Wireframes oder einfachen Skizzen funktionierenden HTML/CSS/JavaScript-Code erstellen. Gleichzeitig kündigt Anthropic — der Hersteller hinter unserem bevorzugten KI-Werkzeug Claude — laut aktuellen Berichten ein eigenes Design-Tool an, das Websites, Landing Pages und Präsentationen aus natürlicher Sprache generieren soll.

Was bedeutet das für uns und unsere Kunden? Die Antwort ist weniger dramatisch, als sie klingt: KI generiert Code — aber wer den Rahmen setzt, wer das Qualitätsniveau definiert, wer weiß, warum eine Lösung gut ist, das bleibt menschliche Aufgabe. Wir sehen uns dabei als Architekten: Wir briefen die KI, wir prüfen das Ergebnis, wir verantworten das Ganze.

Bei AI-gestützten Frontend-Projekten haben sich selbstkorrigierende Systeme etabliert, die gerenderten Output analysieren und den Code automatisch anpassen — nach Designvorgaben, Barrierefreiheit und Performance-Standards. Das klingt nach Magie. Es ist aber Handwerk, das jetzt ein besseres Werkzeug hat.

Was das für Sie bedeutet

Ob Sie eine neue Website planen, Ihr Shopify-Setup modernisieren oder eine digitale Strategie entwickeln — die Werkzeuge, die wir einsetzen, sind heute besser als vor einem Jahr. Und sie werden morgen noch besser sein. Was sich nicht ändert: die Frage, die am Anfang jedes guten Projekts steht — was wollen Sie eigentlich erreichen?

Das ist die Frage, die wir gemeinsam mit Ihnen beantworten. Den Rest übernehmen wir — und zunehmend auch unsere KI-gestützten Werkzeuge.

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